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Jahresbericht 2011

geschrieben von Dr. Fricke am 06.01.2012
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Jahr der Transplantationen

14 Patienten unserer Praxis haben 2011 eine Spenderniere erhalten – so viele wie noch nie zuvor. Vier dieser Patienten wurden transplantiert, ohne jemals dialysiert worden zu sein (man spricht von „präemptiv“). Drei dieser Patienten erhielten Lebendnierenspenden von Mutter, Tante oder Vater,   zwei andere gleichzeitig mit der neuen Niere auch eine neue Bauchspeicheldrüse.

Die Warteliste auf eine Nierentransplantation wird - im Unterschied zu den Wartelisten für andere Organe – kleiner und die langen Wartezeiten verkürzen sich. Die Bundesregierung hat zudem eine Neufassung des Transplantationsgesetzes vorgeschlagen, nach der jeder Erwachsene gefragt werden soll, ob er als Organspender zur Verfügung steht („Entscheidungslösung“). Ob dies – wie erhofft - zu mehr Organspenden führt, bleibt abzuwarten. Chronisch schwer Nierenkranke dürfen aber hoffen.

Seit Umzug der Praxis an den Bürkle-de-la-Camp-Platz vor fast 12 Jahren wurden inzwischen 80 unserer Patienten Nierentransplantiert, davon acht Typ-1-Diabetiker in gleicher Sitzung auch Pankreastransplantiert. Bei 18 Patienten handelte es sich um eine Lebendnierenspende durch Vater, Mutter, Schwiegermutter, Schwiegervater, Schwester, Tante, Ehefrau, Ehemann oder Freundin.

In der Nachsorge nach Transplantation betreuen wir ca. 100 transplantierte Patienten, vorwiegend Nierentransplantierte, aber auch einzelne Herz-, Lungen-, Leber- und Nieren- und Pankreastransplantierte.

 

Umstrukturierung hat sich bewährt

2010 hatten wir unseren Dialysebereich auf Ebene 3 erweitert und durch Verlegung des Bauchfelldialysebereichs zwei neue Untersuchungs- und Behandlungszimmer in der Praxis geschaffen. 

Somit war es uns möglich, eines der bisherigen Dialysezimmer auf Ebene 5 mit sechs Plätzen (Zimmer 6) ganz für die Behandlung von Krankenhauspatienten zu reservieren. Dadurch konnten wir die zum Teil sehr schwer kranken Patienten, die wir für verschiedene Krankenhäuser mit Dialyse behandeln, von unseren fitteren ambulanten Patienten trennen. Dialysebehandlungen werden hier vor allem für Patienten der gegenüberliegenden Universitätsklinik Bergmannsheil durchgeführt, aber auch für Patienten der Universitätskliniken St. Josef Hospital, des St. Maria-Hilf-Hospitals, der Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Langendreer, des St. Elisabeth-Hospitals, des Marienhospitals Wattenscheid und des Klinikums Blankenstein.

 

Dialyse wegen Herzschwäche

Wir sehen inzwischen immer mehr Patienten, deren Herzschwäche mit den üblichen medikamentösen Behandlungsmaßnahmen nicht mehr beherrschbar ist. Dieses Patienten scheiden dann auf Grund ihrer Herzschwäche Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aus. Sie lagern die Flüssigkeit nicht nur in den Geweben ab (Ödeme) sondern auch in der Lunge und entwickeln dadurch Luftnot.

Solchen Patienten, denen die Herzspezialisten mit ihren Mitteln allein nicht mehr helfen können, bieten wir in Zusammenarbeit mit den Kardiologen Dialyseverfahren an, mit denen die Flüssigkeit aus dem Körper entfernt wird. Das ist sowohl mittels Bauchfelldialyse als auch Blutwäsche möglich. 2011 hat uns besonders ein Patient Freude gemacht, der die Bauchfelldialysebehandlung erlernt hat. Jetzt ist er wieder in der Lage, zu Hause und in seinem Ferienhaus in Holland mit genügend Luft seinen Hobbys nachzugehen.

 

 

Ziele

Jeder Patient möchte seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend behandelt werden und legt dabei gleichzeitig Wert auf eine Behandlung nach dem aktuellen medizinischen Wissensstand.

Wir sind in unserer Praxis spezialisiert auf die Behandlung von Menschen mit Diabetes (Blutzuckerkrankheit), Bluthochdruck und Nierenkrankheiten – wobei viele unserer Patienten unter allen drei Erkrankungen leiden.

Im Zentrum unserer Bemühungen steht bei Diabetikern und Bluthochdruckkranken die Vermeidung oder Eindämmung von Folgeschäden und bei chronisch Nierenkranken die Erhaltung der Nierenfunktion.

Wenn die Funktion der eigenen Nieren nicht zu erhalten ist, streben wir bei allen hierfür in Frage kommenden Patienten eine rasche Nierentransplantation an, möglichst schon vor einer Dialysebehandlung. Die Dialysebehandlung der ersten Wahl stellt für uns beim Eintritt des Nierenversagens die Bauchfelldialyse dar, da hierbei die Restfunktion der eigenen Nieren länger erhalten wird. Wenn die Fortsetzung der Bauchfelldialyse nicht mehr möglich ist, empfehlen wir eine möglichst intensive Blutwäsche im Sinne der Hämodiafiltration.

 

Qualität durch gute Mitarbeiter

Herr Dr. Frank Fischer, Internist und Ernährungsmediziner, der uns seit Oktober 2010 verstärkt, hat im April 2011 seine Weiterbildung zum Nephrologen mit Ablegung der entsprechenden Prüfung vor der Ärztekammer Westfalen- Lippe abgeschlossen. Dr. Fischer strebt eine Komplettierung seiner Ausbildung mit einer Weiterbildung zum Diabetologen an.

Unser Diabetesschulungs- und -behandlungsteam ist unverändert aktiv. Wir beschäftigen mit Frau Tanja Oppat, Frau Sandra Rattasepp und Frau Daniela Kirchhoff weiterhin drei Diabetesberaterinnen und mit Frau Jutta Gäckler und Frau Nuray Kir-Atbas zwei Diabetesassistentinnen.

Unsere medizinische Fachangestellte Frau Kerstin Lunitz hat die Ausbildung zur Wundassistentin DDG abgeschlossen. Gemeinsam mit unserer Wundexpertin (und Wundassistentin) Gabriele Turnau unterstützt sie uns bei der Behandlung der chronischen Wunden unserer Diabetiker.

Das Praxisteam wird durch die medizinischen Fachangestellten Frau Olga Klukowski, Frau Sarah-Joy Stuckmann und die Auszubildende Frau Sidika Hancar komplettiert.

Mit Frau Kir-Atbas und Frau Hancar verfügen wir jetzt in der Praxis über zwei Mitarbeiterinnen, die neben deutsch auch türkisch sprechen.

Unsere Verwaltung befand sich auch 2011 in den bewährten Händen von Frau Doris Schmidt und Frau Alexandra Blässing.

Für die Versorgung der Dialysepatienten mit Brötchen und vor Allem mit belebenden Heißgetränken – vorwiegend Kaffee – sind unsere Küchenkräfte Frau Therese Linmann und Frau Dorothea Litzenburger zuständig.

In unserem Dialysezentrum beschäftigen wir weiterhin ausschließlich voll examinierte Krankenpflegekräfte (28 Krankenschwestern und sechs Krankenpfleger). Neu zu unserem Team ist der Krankenpfleger Max Stahlberg gestoßen. 

Die Praxis ist seit Anbeginn Kooperationspartner der Weiterbildungsstätte nephrologischer Zentren Rhein-Ruhr am Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen. Dort werden in zweijährigen berufsbegleitenden Kursen examinierte Krankenpflegekräfte zu Fachschwestern und – pflegern für Nephrologie und Dialyse ausgebildet. Inzwischen ist diese Schule die größte ihrer Art in Europa mit Anfragen von Schülern auch aus der Schweiz und den Niederlanden. Dr. Lutz Fricke erteilt dort nicht nur seit Langem Unterricht, sondern ist seit Jahren Mitglied des Beirates, der die Schulleitung unterstützt.

2010 hat Jeannette Seydich an dieser Schule die Ausbildung zur Fachschwester für Nephrologie und Dialyse erfolgreich abgeschlossen. Jennifer Hein befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr und  Julia Spillmann und Stefanie Rahner wurden 2010 „eingeschult“.

Die Praxis beschäftigt inzwischen elf Fachpflegekräfte.

Drei Krankenschwestern unserer Praxis  – die Pflegedienstleiterin Frau Simone Wolters, Frau Claudia Grunwald und Frau Michaela Bojarski – besitzen darüber hinaus die Qualifikation als Mentorin (das heißt Ausbildungsschwester) und können sowohl neue Mitarbeiter in der Dialyse einarbeiten als auch die werdenden Fachpfleger und -schwestern praktisch ausbilden.

Seit Oktober 2010 beteiligen wir uns jetzt auch an der Ausbildung von Krankenschwestern und –pflegern als Kooperationspartner der Krankenpflegeschule des Bergmannsheil Bochum.

Dr. Fricke unterrichtet in der Krankenpflegeschule und Krankenpflegeschüler werden im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung jeweils für vier Wochen bei uns in der Dialyse eingesetzt und von einer der drei Mentorinnen angelernt.

 

Qualität durch gute Dialyse

Im Oktober 2008 – also vor über 3 Jahren - haben wir die lange Nachtdialyse eingeführt.

Ziel ist es Dialysepatienten die bestmögliche Dialysebehandlung zu bieten.

Dafür wird vor allem Zeit benötigt. Je mehr Zeit für die Dialyse aufgewendet wird, desto besser kann das Blut gereinigt, desto mehr Giftstoffe können entfernt werden und desto schonender kann die eingelagerte Flüssigkeit entfernt werden. Wer aber schon einmal Stunden warten oder behandelt werden musste, kann sich vielleicht vorstellen, wie schwer es ist, dreimal in der Woche an der Dialyse mehr als die üblichen vier oder fünf Stunden auszuhalten. Daraus ist die Idee entstanden, die Behandlungen nachts und damit im Schlaf durchzuführen. Dialysiert wird sonntags, dienstags und donnerstags ab ca. 22 Uhr für jeweils acht Stunden bis in den frühen Morgen. Die bessere Blutreinigung macht sich nicht nur an besseren Blutwerten bemerkbar, sondern ermöglicht es uns auch, Medikamente zu reduzieren oder ganz abzusetzen (Erythropoetin, Phosphatbinder und Blutdrucksenker).

Natürlich werden auch die Patienten der langen Nachtdialyse bei uns mit Hämodialfiltration behandelt. Mit diesem Behandlungsverfahren versorgen wir alle Blutwäschepatienten, bei denen es der Gefäßzugang zulässt. Sterile Dialysierflüssigkeit für alle und als Standarddialyseverfahren die Hämodiafiltration – wir kennen keine andere Einrichtung, die diese hohe Dialysequalität bietet.

Die Patienten unserer langen Nachtdialyse, die zum Teil schon 39 Monate dreimal pro Woche je 8 Stunden dialysieren, berichten, dass sie sich besser und leistungsfähiger fühlen.

Wie schon in den Vorjahren haben wir sieben  unserer Dialysegeräte gegen Neugeräte ausgetauscht, um kontinuierlich auf dem neuesten technischen Dialysestand zu bleiben.

Alle Geräte werden von den dafür ausgebildeten Technikern der Herstellerfirmen nach deren Vorgaben gewartet und bei Bedarf repariert (beim Auto sagt man „Checkbuch gepflegt“).

 

Hygiene ist von zentraler Bedeutung

2011 haben wir uns der „Aktion Saubere Hände“ angeschlossen, einer Initiative, die vom Universitätsklinikum Charite in Berlin ausgeht. Ziel ist, dass wir und unsere Mitarbeiter uns immer wieder bewusst machen, wie wichtig hygienisch einwandfreies Arbeiten für das Wohlergehen unserer Patienten ist. Entscheidend ist vor allem eine regelmäßige Händedesinfektion.

 

Qualität durch regelmäßige Überprüfung -  auch von außen

Wir bemühen uns, Patienten entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen der jeweiligen Fachgesellschaften zu behandeln und uns und unser Vorgehen an die Veränderungen dieser Leitlinien anzupassen.

Dazu wurden die Behandlungsabläufe in möglichst vielen Praxisbereichen analysiert, festgelegt und schriftlich festgehalten. Immer wieder müssen die so festgeschriebenen Regelungen überprüft und an Veränderungen von Gegebenheiten oder Richtlinien angepasst werden. Die Einhaltung dieser festgelegten Abläufe  wird immer wieder durch interne und externe Audits (Überprüfungen) überwacht.

Dass dies erfolgreich durchgeführt wird, wird durch so genannte Zertifizierungen bescheinigt.

Dialyse- und Praxisbereich sind seit 2003 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. 2011 erfolgte eine routinemäßige Überprüfung durch eine dazu zugelassene Fachfirma.

 

Diabetologikum

Die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) hat unsere Fußambulanz 2005 als „Zertifizierte Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetesgesellschaft “ und die Praxis 2006 als „Behandlungseinrichtung Stufe 2 für Typ 1 und Typ 2 Diabetiker“ anerkannt. Diese Anerkennungen wurden 2010 bzw. 2011 bestätigt und verlängert. Die Praxis erhielt als erste in Bochum durch die DDG den Titel „Diabetologikum“. Die Stufe 2 ist die höchste für ambulante Einrichtungen mögliche Anerkennungsstufe. Stufe 3 gilt für stationäre Diabetesschwerpunktzentren wie das Bergmannsheil. Als konsiliarisch (beratend) tätige Nephrologen für das Bergmannsheil sind wir auch in diese Anerkennungsstufe mit einbezogen.

 

Regelmäßig erfolgt auch eine Kontrolle unseres Vorgehens beim Übertragen von Blut - oder Blutprodukten (Transfusion), 2011 durch Herrn Dr. Müller-Chorus, ärztlicher Leiter des Instituts für Klinische Chemie, Transfusions- und Laboratoriumsmedizin des Bergmannsheil Bochum.

 

 

Wie beurteilen Patienten unsere Arbeit

Besonders interessiert sind wir daran, wie unsere Patienten unsere Arbeit beurteilen. Wir haben 2011 die Patientenumfrage des Medizinischen Qualitätsnetzes sehr unterstützt und warten gespannt auf die Ergebnisse, die auch in den lokalen Zeitungen veröffentlicht werden sollen.

Unsere Patienten bitten wir, auch den Briefkasten im Praxiseingang zu nutzen. Dort können Sie Kritik und Anregungen – auf Wunsch auch anonym – äußern und uns dadurch helfen unsere Arbeit zu verbessern.

 

Patientenschulung als Basis einer erfolgreichen Behandlung

Entscheidend für den Erfolg ist häufig, wie gut der betroffene Patient an seiner eigenen Behandlung mitwirkt bzw. wie er die Behandlung selber durchführt. Da wir es in unserer Praxis ganz überwiegend mit chronisch Kranken zu tun haben, liegt vielfach die Behandlung in den Händen der Betroffenen, die dadurch von passiven Patienten zu aktiven Behandlern und Experten für ihre eigene Krankheit werden müssen. Patientenschulung und –information ist für uns ein zentraler Arbeitspunkt.

Deshalb führen wir nicht nur Einzelberatungen und –schulungen durch (z. B. in Ernährungsfragen, Blutzucker- und Blutdruckmessungen oder Insulinspritztechnik), sondern auch Gruppenschulungen nach außerhalb entwickelten und getesteten Konzepten.

2011 war es uns dank unserer Diabetesassistentin Frau Nuray Kir-Atbas erstmals möglich, Diabetikerschulungen auch in türkischer Sprache anzubieten.

Insgesamt schulten wir 2011 264 Patienten in 49 Schulungsgruppen.

Seit einigen Jahren stellen wir unseren Patienten selbst entwickelte Informationsblätter zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Bluthochdruck, Diabetes und Nierenkrankheiten zur Verfügung. 2011 haben wir diese Informationen um ein selbst gestaltetes Wartezimmerfernsehen ergänzt.

 

Qualitätssteigerung durch Vergleich mit anderen

Um Aussagen über Behandlungsergebnisse möglich zu machen und damit Qualität beurteilen zu können, hat man den Vergleich zwischen verschiedenen Einrichtungen und deren Behandlungsergebnissen entwickelt.

Am Vergleich der Behandlungsergebnisse von Dialyseeinrichtungen nehmen wir über das „EuCliD“-System ( European Clinical Database ) seit 2003 teil. Inzwischen haben sich auf freiwilliger Basis über 100 deutsche Dialysezentren mit über 10.000 Dialysepatienten angeschlossen. Der jeweils letzte Bericht ist auf unserer Internetseite ( www.dialyse-bochum.de) komplett veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass es sich bei den teilnehmenden Zentren um diejenigen handelt, die besonders auf ihre Behandlungsqualität achten und die besonders „gut“ sein  möchten. Weil es sich bei „EuClid“ um ein europaweites Programm  handelt, sind auch internationale Vergleiche möglich. Weitere Daten - auch europäische Vergleiche - finden Sie im Internet unter www.dialysequalitaet.de .

Nach Zustimmung jedes einzelnen Patienten geben wir verschlüsselt und dadurch anonymisiert Behandlungsdaten an eine zentrale Auswertungsstelle weiter und erhalten von dort Berichte über einen Zeitraum von jeweils drei Monaten, in denen die Ergebnisse unserer Dialysebehandlung im Vergleich zu den anderen Teilnehmern dargestellt werden. Ziel ist durch den Vergleich eigene Schwächen und Stärken zu erkennen und sich dadurch selber kontinuierlich im Vergleich mit anderen zu verbessern.

 

Seit 2011 beteiligen wir uns an der Erfassung von Daten von Patienten mit einer Nierenschwäche ab einer Reduktion der Nierenleistung auf unter 60% des Normalen. Auch hier geben wir die Behandlungsdaten nach Zustimmung der Patienten und Anonymisierung zur Auswertung an EuClid weiter. 2012 sollen diese Daten für alle Zentren des Verbandes Deutscher Nierenzentren (DN) zusammengeführt und wissenschaftlich auf deutscher und internationaler Ebene ausgewertet werden. Eine Kooperation hierzu wurde von der DN mit der Universität von Michigan in Ann Arbor (USA) vereinbart. Ziel ist über entsprechende Vergleiche mit sehr großen Patientenzahlen eine Verbesserung der Versorgung und eine Verhinderung oder Verlangsamung der Verschlechterung der Nierenfunktion der Patienten zu erreichen.

2011 haben wir ein ähnliches Erfassungsprogramm (DIVE) auf unseren Computern für die Auswertung der Daten von Diabetikern installiert. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft möchte auf diesem Weg ebenfalls versuchen die Behandlungsqualität zu erfassen und dadurch zu verbessern. Nach Zustimmung jedes einzelnen Patienten werden wir 2012 mit dieser Datenerfassung beginnen.                                    

Dr. Dirk Gäckler

 

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