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Jahresbericht 2012

geschrieben von Dr. Fricke am 08.01.2013
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Jahresbericht 2012
 
Praxis für Nierenerkrankungen
 
und Diabetes Bochum
 
Dr. Dirk Gäckler     Dr. Sabine Jäkel
 
Dr. Lutz Fricke Dr. Bernadette Reinsch
 
Wasserschaden
Wenn wir uns in den nächsten Jahren an 2012 erinnern werden, wird für die Mitarbeiter unserer Praxis und uns sicher der Wasserschaden vom 1. Advent das herausragende Ereignis des Jahres sein.
Ein Schlauch, der Warmwasser zu einem Waschbecken in der Zahnarztpraxis im 3. Obergeschoß leitet, ist irgendwann an diesem Wochenende geplatzt. Ein aufmerksamer Passant bemerkte am Sonntagnachmittag, dass Wasser aus den Lampenfassungen in der Passage vor dem Gebäude tropfte, wunderte sich trotz des zu diesem Zeitpunkt strömenden Regens darüber und meldete dies an der Pforte des Bergmannsheil. Als wir informiert wurden, stand das Wasser im vorderen Dialysebereich im 2. Obergeschoß mehrere Zentimeter hoch, Decken und Wände waren durchfeuchtet, Tapeten und Deckenverkleidungen lösten sich.
Derzeit wird nach Abschottung vom übrigen Dialysebereich, Abriss von Decken, Wänden und Oberboden  maschinell getrocknet. Wir hoffen, dass wir Ende Januar 2013 mit dem Wiederaufbau anfangen können.
Weil mehrere Dialysezimmer mit insgesamt 13 Dialyseplätzen nicht benutzbar sind, mussten wir viele Patienten in andere Zimmer verlegen oder auch zu anderen als den gewohnten Zeiten behandeln.
Wir haben sehr viel Verständnis bei unseren Patienten für diese Notlage gefunden und können uns bei den vielen Betroffenen nur bedanken. Wir freuen uns, dass wir weiterhin jeden Patienten hier behandeln können.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch Um- und Aufräumarbeiten und Umorganisation sehr viel zusätzliche Arbeit gehabt. Wir sind froh und stolz, dass alle mitgemacht haben und dass durch den Einsatz aller diese plötzliche Bauphase bewältigt werden kann. Unser Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dies ermöglicht haben.
 
Ziele
Jeder Patient möchte seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend behandelt werden und legt dabei gleichzeitig Wert auf eine Behandlung nach dem aktuellen medizinischen Wissensstand.
Wir sind in unserer Praxis spezialisiert auf die Behandlung von Menschen mit Diabetes (Blutzuckerkrankheit), Bluthochdruck und Nierenkrankheiten – wobei viele unserer Patienten unter allen drei Erkrankungen leiden.
Im Zentrum unserer Bemühungen steht bei Diabetikern und Bluthochdruckkranken die Vermeidung oder Eindämmung von Folgeschäden und bei chronisch Nierenkranken die Erhaltung der Nierenfunktion.
Wenn die Funktion der eigenen Nieren nicht zu erhalten ist, streben wir bei allen hierfür in Frage kommenden Patienten eine rasche Nierentransplantation an, möglichst schon vor einer Dialysebehandlung. Die Dialysebehandlung der ersten Wahl stellt für uns beim Eintritt des Nierenversagens die Bauchfelldialyse dar, da hierbei die Restfunktion der eigenen Nieren länger erhalten wird. Wenn die Fortsetzung der Bauchfelldialyse nicht mehr möglich ist, empfehlen wir eine möglichst intensive Blutwäsche im Sinne der Hämodiafiltration.
 
Transplantationen
2011 konnte mit 14 Patienten aus unserer Praxis, die eine Spenderniere erhalten haben, ein neuer Rekord aufgestellt werden. 2012 erfolgten leider nur 7 Transplantationen von Patienten unserer Praxis (davon eine Lebendspende und drei Pankreas-Nieren-Doppeltransplantationen).
Das neue Transplantationsgesetz trat in Kraft und die Krankenkassen fragen derzeit alle ihre Mitglieder, ob sie im Falle ihres Todes als Organspender zur Verfügung stehen.
Aber die Transplantationsskandale in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig – bei der Lebertransplantation wurden Wartelisten manipuliert, so dass einzelne Patienten schneller ein Organ erhielten und andere dadurch später oder auch mutmaßlich gar nicht – haben zu starker Verunsicherung geführt.
Derzeit ist ein deutlicher Rückgang der Zahl der Organspenden zu verzeichnen - was letztlich für unsere Dialysepatienten zu längeren Wartezeiten führen wird.
Derzeit liegt die durchschnittliche Wartezeit auf eine Spenderniere bereits bei weit über fünf Jahren.
Seit Umzug der Praxis an den Bürkle-de-la-Camp-Platz vor fast 13 Jahren wurden inzwischen 87  unserer Patienten nierentransplantiert, davon elf Typ-1-Diabetiker in gleicher Sitzung auch pankreastransplantiert. Bei 19 Patienten handelte es sich um eine Lebendnierenspende durch Vater, Mutter, Schwiegermutter, Schwiegervater, Schwester, Tante, Ehefrau, Ehemann oder Freundin.
In der Nachsorge nach Transplantation betreuen wir ca. 100 transplantierte Patienten, vorwiegend Nierentransplantierte und Pankreas- und Nieren-Doppeltransplantierte, aber auch einzelne Herz-, Lungen- und Lebertransplantierte.
Wir können nur alle Patienten und Angehörige bitten: Stellen Sie sich im Falle ihres Todes als Organspender zur Verfügung. Helfen Sie aktiv, die unerträglichen Wartezeiten für unsere Patienten zu verkürzen. Selbstverständlich haben auch wir unsere Bereitschaft zur Spende unserer Organe erklärt.
 
Dialyse wegen Herzschwäche
Wir sehen inzwischen immer mehr Patienten, deren Herzschwäche mit den üblichen medikamentösen Behandlungsmaßnahmen kaum oder nicht mehr beherrschbar ist. Diese Patienten scheiden dann auf Grund ihrer Herzschwäche Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aus. Sie lagern die Flüssigkeit nicht nur in den Geweben ab (Ödeme), sondern auch in der Lunge und entwickeln dadurch Luftnot.
Solchen Patienten, denen die Herzspezialisten mit ihren Mitteln allein nicht mehr helfen können, bieten wir in Zusammenarbeit mit den Kardiologen Dialyseverfahren an, mit denen die Flüssigkeit aus dem Körper entfernt wird. Das ist sowohl mittels Bauchfelldialyse als auch Blutwäsche möglich.
 
Qualität durch gute Mitarbeiter
Herr Dr. Frank Fischer, Internist – Nephrologie - und Ernährungsmediziner, der uns seit Oktober 2010 verstärkt, hat am 10.11.2012 seine Weiterbildung im Bereich Diabetes mit Ablegung der entsprechenden Prüfung vor der Ärztekammer Westfalen-Lippe und dem Erwerb der Zusatzbezeichnung „Diabetologie“ abgeschlossen.
Unser Diabetesschulungs- und -behandlungsteam ist in seiner Zusammensetzung unverändert. Wir beschäftigen mit Frau Tanja Oppat, Frau Sandra Rattasepp und Frau Daniela Kirchhoff weiterhin drei Diabetesberaterinnen und mit Frau Jutta Gäckler und Frau Nuray Kir-Atbas zwei Diabetesassistentinnen. Frau Kirchhoff widmet sich derzeit in Elternzeit vor allem ihrer kleinen Tochter Lina. Wir freuen uns schon heute auf ihre Rückkehr in den aktiven Praxisdienst.
Das Wundteam, das uns bei der Behandlung der chronischen Wunden unserer Diabetiker unterstützt, besteht weiterhin aus den Wundassistentinnen DDG Frau Kerstin Lunitz und Frau Gabriele Turnau.
Das Praxisteam wird durch die medizinischen Fachangestellten Frau Olga Klukowski,Frau Sarah-Joy Stuckmann und die Auszubildende Frau Sidika Hancar komplettiert.
Unsere Verwaltung befand sich auch 2012 in den bewährten Händen von Frau Doris Schmidt und Frau Alexandra Blässing.
Für die Versorgung der Dialysepatienten mit Brötchen und Getränken sind unsere Küchenkräfte Frau Therese Linmann undFrau Dorothea Litzenburger zuständig.
In unserem Dialysezentrum beschäftigen wir weiterhin ausschließlich voll examinierte Krankenpflegekräfte (24 Krankenschwestern und fünf Krankenpfleger). Neu zu unserem Team sind die Krankenschwestern Karoline Schlimok und Janine Beck gestoßen. 
Die Praxis ist seit Anbeginn Kooperationspartner der Weiterbildungsstätte nephrologischer Zentren Rhein-Ruhr am Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen. Dort werden in zweijährigen berufsbegleitenden Kursen examinierte Krankenpflegekräfte zu Fachschwestern und – pflegern für Nephrologie und Dialyse ausgebildet. Dr. Lutz Fricke erteilt dort nicht nur seit Langem Unterricht, sondern ist seit Jahren Mitglied des Beirates, der die Schulleitung unterstützt.
2010 hat Jennifer Hein an dieser Schule die Weiterbildung zur Fachschwester für Nephrologie und Dialyse erfolgreich abgeschlossen. Julia Spillmann und Stefanie Rahner befinden sich im zweiten Weiterbildungsjahr und Katrin Müller wurde 2012 „eingeschult“.
Die Praxis beschäftigt inzwischen zehnFachpflegekräfte.
Drei Krankenschwestern unserer Praxis – die Pflegedienstleiterin Frau Simone Wolters, Frau Claudia Grunwald und Frau Michaela Bojarski – besitzen darüber hinaus die Qualifikation als Mentorin (das heißt Ausbildungsschwester) und können sowohl neue Mitarbeiter in der Dialyse einarbeiten als auch die werdenden Fachpfleger und -schwestern praktisch ausbilden.
Seit Oktober 2010 beteiligen wir uns auch an der Ausbildung von Krankenschwestern und –pflegern als Kooperationspartner der Krankenpflegeschule des Bergmannsheil Bochum.
Dr. Fricke unterrichtet in der Krankenpflegeschule und Krankenpflegeschüler werden im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung jeweils für vier Wochen bei uns in der Dialyse eingesetzt und von einer der drei Mentorinnen angelernt.
 
Qualität durch gute Dialyse
Im Oktober 2008 – also vor über 4 Jahren - haben wir die lange Nachtdialyse eingeführt.
Ziel ist es Dialysepatienten die bestmögliche Dialysebehandlung zu bieten.
Dafür wird vor allem Zeit benötigt. Je mehr Zeit für die Dialyse aufgewendet wird, desto besser kann das Blut gereinigt, desto mehr Giftstoffe können entfernt werden und desto schonender kann die eingelagerte Flüssigkeit entfernt werden. Wer aber schon einmal Stunden warten oder behandelt werden musste, kann sich vielleicht vorstellen, wie schwer es ist, dreimal in der Woche an der Dialyse mehr als die üblichen vier oder fünf Stunden auszuhalten. Daraus ist die Idee entstanden, die Behandlungen nachts und damit im Schlaf durchzuführen. Dialysiert wird sonntags, dienstags und donnerstags ab ca. 22 Uhr für jeweils acht Stunden bis in den frühen Morgen. Die bessere Blutreinigung macht sich nicht nur an besseren Blutwerten bemerkbar, sondern ermöglicht es uns auch, Medikamente zu reduzieren oder ganz abzusetzen (Erythropoetin, Phosphatbinder und Blutdrucksenker).
Natürlich werden auch die Patienten der langen Nachtdialyse bei uns mit Hämodiafiltration behandelt. Mit diesem Behandlungsverfahren versorgen wir alle Blutwäschepatienten, bei denen es der Gefäßzugang zulässt. Sterile Dialysierflüssigkeit für alle und als Standarddialyseverfahren die Hämodiafiltration – wir kennen keine andere Einrichtung, die diese hohe Dialysequalität bietet.
Die Patienten unserer langen Nachtdialyse, die zum Teil schon 51 Monate dreimal pro Woche je 8 Stunden dialysieren, berichten, dass sie sich besser und leistungsfähiger fühlen.
Dialysebehandlungen werden in unserer Praxis auch für Krankenhauspatienten durchgeführt, vor allem für Patienten der gegenüberliegenden Universitätsklinik Bergmannsheil, aber auch für Patienten der Universitätskliniken St. Josef Hospital, des St. Maria-Hilf-Hospitals, der Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Langendreer, des St. Elisabeth-Hospitals, des Marienhospitals Wattenscheid und des Klinikums Blankenstein.
Wie schon in den Vorjahren haben wir 2012 sieben unserer Dialysegeräte gegen Neugeräte ausgetauscht, um kontinuierlich auf dem neuesten technischen Dialysestand zu bleiben.
Alle Geräte werden von den dafür ausgebildeten Technikern der Herstellerfirmen nach deren Vorgaben gewartet und bei Bedarf repariert (beim Auto sagt man „Checkbuch gepflegt“).
 
Hygiene ist von zentraler Bedeutung
2011 haben wir uns der „Aktion Saubere Hände“ angeschlossen, einer Initiative, die vom Universitätsklinikum Charite in Berlin ausgeht. Ziel ist, dass wir und unsere Mitarbeiter uns immer wieder bewusst machen, wie wichtig hygienisch einwandfreies Arbeiten für das Wohlergehen unserer Patienten ist. Entscheidend ist vor allem eine regelmäßige Händedesinfektion.
Selbstverständlich haben wir auch die am 30.3.2012 in Kraft getretene „Verordnung über Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Wir freuen uns, dass unsere Pflegedienstleitung Frau Simone Wolters auch als engagierte Hygienekraft tätig ist. Unser ärztlicher Hygienebeauftragter ist Dr. Gäckler, der noch  im Dezember den vorgeschriebenen einwöchigen Hygienekurs besucht hat.
 
Qualität durch regelmäßige Überprüfung - auch von außen
Wir bemühen uns, Patienten entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen der jeweiligen Fachgesellschaften zu behandeln und uns und unser Vorgehen an die Veränderungen dieser Leitlinien anzupassen.
Dazu wurden die Behandlungsabläufe in möglichst vielen Praxisbereichen analysiert, festgelegt und schriftlich festgehalten. Immer wieder müssen die so festgeschriebenen Regelungen überprüft und an Veränderungen von Gegebenheiten oder Richtlinien angepasst werden. Die Einhaltung dieser festgelegten Abläufe wird immer wieder durch interne und externe Audits (Überprüfungen) überwacht.
Dass dies erfolgreich durchgeführt wird, wird durch so genannte Zertifizierungen bescheinigt.
Dialyse- und Praxisbereich sind seit 2003 zertifiziert, inzwischen nach DIN EN ISO 9001:2008.
 
Diabetologikum
Die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) hat unsere Fußambulanz 2005 als „Zertifizierte Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetesgesellschaft “ und die Praxis 2006 als „Behandlungseinrichtung Stufe 2 für Typ 1 und Typ 2 Diabetiker“ anerkannt. Diese Anerkennungen wurden wiederholt bestätigt und verlängert. Die Praxis erhielt als erste in Bochum durch die DDG den Titel „Diabetologikum“. Die Stufe 2 ist die höchste für ambulante Einrichtungen mögliche Anerkennungsstufe. Stufe 3 gilt für stationäre Diabetesschwerpunktzentren wie das Bergmannsheil. Als konsiliarisch (beratend) tätige Nephrologen für das Bergmannsheil sind wir auch in diese Anerkennungsstufe mit einbezogen.
 
Wie beurteilen Patienten unsere Arbeit
Besonders interessiert sind wir daran, wie Sie - unsere Patienten - unsere Arbeit beurteilen. Wir würden gerne mit Ihrer Hilfe unsere Schwachstellen entdecken und Abläufe verbessern.
Bitte helfen sie uns dabei, indem Sie den Briefkasten im Praxiseingang nutzen. Dort können Sie Kritik und Anregungen – auf Wunsch auch anonym – äußern und uns damit helfen unsere Arbeit zu verbessern.
 
Patientenschulung als Basis einer erfolgreichen Behandlung
Entscheidend für den Erfolg ist häufig, wie gut der betroffene Patient an seiner eigenen Behandlung mitwirkt bzw. wie er die Behandlung selber durchführt. Da wir es in unserer Praxis ganz überwiegend mit chronisch Kranken zu tun haben, liegt vielfach die Behandlung in den Händen der Betroffenen, die dadurch von passiven Patienten zu aktiven Behandlern und Experten für ihre eigene Krankheit werden müssen. Patientenschulung und –information ist für uns ein zentraler Arbeitspunkt.
Deshalb führen wir nicht nur Einzelberatungen und –schulungen durch (z. B. in Ernährungsfragen, Blutzucker- und Blutdruckmessungen oder Insulinspritztechnik), sondern auch Gruppenschulungen.
2012 hat unser Schulungsteam in zahlreichen Gruppen 230 Patienten hier in der Praxis bezüglich Diabetes, Bluthochdruck und Nierenschwäche geschult. Weitere 53 Patienten wurden gemeinsam mit den anderen Bochumer Schwerpunktpraxen und der Diabetologie des Bergmannsheil in intensivierter Insulintherapie, Insulinpumpenbehandlung oder in der Wahrnehmung von Unterzuckerungen unterwiesen. Wenn Sie an einer Schulung teilnehmen möchten, sprechen Sie bitte unsere Mitarbeiterinnen an.
 
Qualitätssteigerung durch Vergleich mit anderen
Um Aussagen über Behandlungsergebnisse möglich zu machen und damit Qualität beurteilen zu können, hat man den Vergleich zwischen verschiedenen Einrichtungen und deren Behandlungsergebnissen entwickelt.
Am Vergleich der Behandlungsergebnisse von Dialyseeinrichtungen nehmen wir über das „EuCliD“-System ( European Clinical Database ) seit 2003 teil. Inzwischen haben sich auf freiwilliger Basis über 100 deutsche Dialysezentren mit über 10.000 Dialysepatienten angeschlossen. Nach Zustimmung jedes einzelnen Patienten geben wir verschlüsselt und dadurch anonymisiert Behandlungsdaten an eine zentrale Auswertungsstelle weiter und erhalten von dort Berichte über einen Zeitraum von jeweils drei Monaten, in denen die Ergebnisse unserer Dialysebehandlung im Vergleich zu den anderen Teilnehmern dargestellt werden. Ziel ist durch den Vergleich eigene Schwächen und Stärken zu erkennen und sich dadurch selber kontinuierlich im Vergleich mit anderen zu verbessern.
Der jeweils letzte Bericht ist auf unserer Internetseite ( www.dialyse-bochum.de) komplett veröffentlicht. Weil es sich bei „EuClid“ um ein europaweites Programm handelt, sind auch internationale Vergleiche möglich. Weitere Daten - auch europäische Vergleiche - finden Sie im Internet unter www.dialysequalitaet.de.
Seit 2012 nutzen wir ein ähnliches Erfassungsprogramm (DIVE) für die Auswertung der Daten von Diabetikern. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft möchte auf diesem Weg ebenfalls versuchen die Behandlungsqualität zu erfassen und zu verbessern. Auch hier ist natürlich die Zustimmung jedes einzelnen Patienten erforderlich. Bislang nehmen 200 Praxen teil, Daten von 72.000 Patienten wurden erfasst. Berichte über unsere Ergebnisse erhalten wir (leider) noch nicht.                                   
 
Dr. Dirk Gäckler

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